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Crystal Meth

Crystal Meth, mit chemischer Bezeichnung N-Methylamphetamin, gilt als eine der gefährlichsten Drogen überhaupt. Grund ist das hohe Abhängigkeitspotential, das bereits mit dem Konsum geringster Mengen verbunden ist. Hergestellt wird die Droge meist in Osteuropa, die Grenzregionen Bayerns, Thüringens und Sachsens sind durch den Handel besonders gefährdet.

Wie ist die aktuelle Situation an der bayerisch-tschechischen Grenze, welche Präventions- und Hilfsangebote gibt es bereits und wo besteht weiterer Bedarf? Diese Fragen berieten rund 100 Experten aus Gesundheitswesen, Jugendarbeit, Schule, Polizei und Justiz in den Grenzregionen Niederbayerns, Oberfrankens und der Oberpfalz auf einer Fachtagung im Juli 2013 in Regensburg.

Crystal in der Grenzregion
Niederbayern, Oberfranken, Oberpfalz

Kooperationen zwischen Behörden, Schulen und Versorgungssystem von A wie Aufklärung bis Z wie Zukunft, Regensburg, 10. Juli 2013

Psychische und physische Aspekte des Crystal-Konsums, Zielgruppen und Möglichkeiten der Vorbeugung sowie fachübergreifende Zusammenarbeit waren Themen der Fachtagung, die durch den Leiter des Bayerischen Zentrums für Prävention und Gesundheitsförderung, Martin Heyn, moderiert wurde. Informationen zu den Vorträgen und den Projektbeispielen guter Praxis aus der Region stehen hier zum Nachlesen und zum Download bereit.

Die Beiträge der Tagung

Grußworte

  • Vizepräsident Johann Peißl, Regierung der Oberpfalz
  • Staatssekretärin Melanie Huml, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
  • Vizepräsident Norbert Hartl, Bezirkstag Oberpfalz

Staatssekretärin Melanie Huml, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

Suchtprävention hat in Bayern einen hohen Stellenwert. Im Blick sind dabei immer auch neue Trends wie die Droge „Crystal“ in den Grenzregionen zu Tschechien: Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml eröffnete die Tagung.

Psychische und physische Aspekte des Konsums Versorgungsrealität für abhängige junge Menschen

Dr. Roland Ebner
Kinder- u. Jugendpsychiatrische Ambulanz und Tagesklinik am Klinikum Deggendorf, Außenstelle des Bezirkskrankenhauses Landshut

Die Behandlungsteams müssen sowohl suchtmedizinisch als auch jugendpsychiatrisch erfahren sein.

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Epidemiologie, Spezifikation von Zielgruppen, Aspekte der Prävention von Methamphetaminkonsum

Dr. Anneke Bühler, Johannes Thrul
Institut für Therapieforschung, München

Drei Fragen wird anhand verfügbarer wissenschaftlicher Studien in diesem Referat nachgegangen: Wie groß ist das Problem des Methamphetamin-Konsums? Wer braucht Präventionsmaßnahmen? Welche Präventionsmaßnahmen gibt es, welche sind effektiv?

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Strukturen und Netzwerke in der Oberpfalz

Dr. Heribert Fleischmann
Sprecher des Suchtarbeitskreises Oberpfalz, ÄD Bezirkskrankenhaus Wöllershof, medbo

Suchtprävention ... für Persönlichkeitsentwicklung (pädagogisch), für Verbesserung der sozialen Situation (Chancen) in den Familien, in den Schulen, in der Arbeitswelt (politisch), für selbstbewusste, autonom handlungsfähige Jugendliche (ethisch), für systematisches Vorgehen (strategisch), für Nachhaltigkeit, d.h. auf lange Zeiträume konzipiert (organisatorisch/operativ), für Alternativen, für Partizipation/Inklusion (UN-BRK)

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Marktplatz - Beispiele guter Praxis
... aus Oberfranken

Mindzone - sauber drauf!

Das bayerische Suchtpräventionsprojekt Mindzone entstand 1996; die Kripo Hof etablierte es 2001 in Oberfranken und kann auf über zehn Jahre sehr erfolgreicher Projektarbeit mit modernen Präventionsansätzen zurückblicken. Herz des Projektes sind die „Peers“, die Gleichaltrigen, die sich ausschließlich ehrenamtlich engagieren.

Mit ihren Einsätzen in Oberfranken werden jährlich mehrere tausend junge Partygänger erreicht. Das enorme Engagement des Hofer Mindzone-Teams, das bereits zigfach ausgezeichnet wurde, hat sich längst zu einer echten Bereicherung und spürbaren Unterstützung der polizeilichen Drogenpräventionsarbeit entwickelt.

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Unsere Stadt – gemeinsam gegen Drogen

Das Langzeitprojekt des Polizeipräsidiums Oberfranken „Unsere Stadt – gemeinsam gegen Drogen“ wurde 1995 in sechs Modellstädten gestartet und hat sich seither gut und überzeugend fortentwickelt. Aktuell sind 25 Städte bzw. Landkreise aktiv eingebunden. Neben einer Vielzahl von Präventionsaktivitäten beinhaltet die Palette u.a. auch überregionale Großveranstaltungen und internationale Bemühungen.

Gerade im Bereich der Suchtprävention kann der Ansatz nur dann erfolgreich sein, wenn beharrlich und im Netzwerk zielgerichtet gearbeitet wird.

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... aus der Oberpfalz

Regionale Präventionsangebote für Stadt und Landkreis Regensburg

Im Jahr 2011 erfolgte erstmals die Zusammenstellung der Regionalen Präventionsangebote für Stadt und Landkreis Regensburg. Diese Sammlung wurde im Rahmen einer Veranstaltung den Beauftragten für Suchtprävention der Schulen vorgestellt und veröffentlicht; 2013 wurde sie aktualisiert.

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Suchtprävention im Landkreis Tirschenreuth

Enge Vernetzung im Landkreis Tirschenreuth: Suchtarbeitskreis unter Leitung des Gesundheitsamtes, Arbeitsgruppe Prävention am Landratsamt, Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Nordoberpfalz und viele weitere Partner; Übersicht über die Strukturen und Akteure, Vorstellung der Aktivitäten zum Thema Crystal

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... aus Niederbayern

Das Projekt „FreD“

Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten

Das Projekt „FreD“ (Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten) ist ein Konzept in Kooperation von Suchthilfe, Polizei und Staatsanwaltschaft. Leitidee ist es, jungen, erstauffälligen Drogenkonsumenten frühzeitig ein kurzes und gezieltes möglichst freiwillig anzunehmendes Kursangebot zu unterbreiten.

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Volle Kontrolle?! Massvoll genießen

Volle Kontrolle?! Massvoll genießen, so lautet das Präventionsmotto des Landkreises Regen im Jahr 2013. Alkohol ist und bleibt die beliebteste Substanz, deshalb liegt hier der Schwerpunkt. Bereits im Herbst letzten Jahres haben sich die Verantwortlichen im Landkreis aber auch zur Thematik „Crystal“ getroffen.

Entstanden ist ein Fachtag: Aus den verschiedensten Fachrichtungen beleuchten wir die Thematik. Wichtig ist uns, dass die Referenten aus dem Einzugsgebiet sind, damit sich auch später für die Fachkräfte greifbar sind ... Nachdem der erste Fachtag für Lehrer ein voller Erfolg war, findet Mitte Juli 2013 ein zweiter Fachtag statt, eingeladen sind hierzu Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe.

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