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Qualität im Setting

Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung sind in Prävention und Gesundheitsförderung unverzichtbar. Auch die Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit leisten mit ihren Aktivitäten in den Ländern dazu einen Beitrag. Um aktuellen Entwicklungen gerecht zu werden und qualitätsgesicherte Arbeit in den Lebenswelten zu gewährleisten, sind Instrumente, Maßnahmen und Methoden der Qualitätssicherung immer wieder zu überprüfen und weiter zu entwickeln.

Projekt "Gesundheitsförderung in Lebenswelten – Entwicklung und Sicherung von Qualität"

Das von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geförderte Projekt "Gesundheitsförderung in Lebenswelten - Entwicklung und Sicherung von Qualität" will Fachkräfte und Projektverantwortliche beim Aufbau von Kompetenznetzwerken auf Landesebene unterstützen und ihnen Informationen für qualitätsorientierte Arbeit im Alltag an die Hand geben.

Workshopreihe zur Qualitätsentwicklung und -sicherung in Gesundheitsprojekten (2017)

Unsere diesjährige Workshopreihe zur Qualitätsentwicklung und -sicherung in Gesundheitsprojekten mit Frau Prof. Dr. Petra Kolip (Universität Bielefeld) richtet sich an Fachkräfte und Projektverantwortliche aus allen Bereichen der Gesundheitsförderung und Prävention, insbesondere an Neueinsteiger. Die Workshops im Rahmen des bundesweiten Projektes „Gesundheitsförderung in Lebenswelten – Entwicklung und Sicherung von Qualität“ finden an den folgenden Terminen statt:

München | Prinzregentenstraße 24, 80538 München | 09:30 – 17:00 Uhr
08. Mai 2017, Thema: Qualität in Gesundheitsprojekten stärken – Ein Überblick
09. Mai 2017, Thema: Zielgruppengerechte Maßnahmenplanung

Augsburg | Fronhof 10, 86152 Augsburg | 09:30 – 17:00 Uhr
30. August 2017, Thema: Qualität in Gesundheitsprojekten stärken – Ein Überblick
31. August 2017, Thema: Selbstevaluation – Schritt für Schritt

Regensburg | Emmeramsplatz 8, 93047 Regensburg | 09:30 – 17:00 Uhr
13. September 2017, Thema: Qualität in Gesundheitsprojekten stärken – Ein Überblick
14. September 2017, Thema: Wirkungsorientierte Maßnahmenplanung

Nürnberg | Burgstraße 4, 90403 Nürnberg | 09:30 – 17:00 Uhr
18. September 2017, Thema: Qualität in Gesundheitsprojekten stärken – Ein Überblick
19. September 2017, Thema: Zielgruppengerechte Maßnahmenplanung

Die Anmeldung erfolgt unter www.zpg-bayern.de/veranstaltungen.html über das Anmeldeformular sowie per E-Mail an bettina.walentzak@lgl.bayern.de.
Die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geförderten Workshops sollen eine praxisnahe Einführung in grundlegende Themen der Qualitätsentwicklung und -sicherung bieten. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos, allerdings auf 25 Personen beschränkt. Die Plätze werden nach dem Eingang der Anmeldungen vergeben. Sie können sich sowohl nur für einen als auch für mehrere Workshops anmelden.

Berichte und Bilder zu den Workshops finden Sie zu gegebener Zeit auf dieser Seite.

Blick zurück: Pilotworkshops zur Qualitätsentwicklung und -sicherung in Gesundheitsprojekten (2016)

Um Gesundheitsförderung und Prävention wirksam zu gestalten, sind die Entwicklung und Sicherung von Qualität zentrale Bestandteile. Sowohl der Bayerische Präventionsplan als auch das bundesweite Präventionsgesetz heben die Bedeutung dieses Themas besonders hervor. Das ZPG fördert durch verschiedene Maßnahmen den Austausch und den Wissenstransfer zur Qualität in der Gesundheitsförderung und Prävention. Daraus ist unter anderem die Idee für eine Workshopreihe entstanden, deren Inhalte im Rahmen von zwei Pilotworkshops in München getestet wurden.

Die beiden angebotenen Workshops „Wie fördere ich die Qualität in meinen Gesundheitsprojekten?“ am 09. März 2016 und „Selbstevaluation – Schritt für Schritt“ am 10. März 2016 mit Frau Prof. Dr. Petra Kolip (Universität Bielefeld) vermittelten essentielles Grundlagenwissen für die qualitätsgeleitete Arbeit in der Gesundheitsförderung und Prävention. Die etwa 20 Teilnehmer pro Workshop lernten anhand geeigneter Instrumente und Verfahren, wie sie ihre Projektplanung effektiv gestalten können und im Rahmen der Selbstevaluation die von ihnen gesetzten Projekt- und Maßnahmenziele überprüfen können. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren äußerst bestärkend. Der Wechsel zwischen den Vorträgen der Referentin und der Arbeit in Kleingruppen wurde sehr gut angenommen. Neben der Bestätigung für die eigene Arbeit erhielten die Anwesenden konstruktive Anregungen für ein strukturierteres Vorgehen im Praxisalltag.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden sollen im kommenden Jahr an mehreren Orten in Bayern Qualitätsworkshops angeboten werden. Dadurch soll möglichst vielen Multiplikatoren und Projektverantwortlichen die Möglichkeit gegeben werden, ihr Wissen zu erweitern und das Thema „Qualität“ noch besser im Arbeitsalltag zu verankern.

Qualität im Setting „Frühe Kindheit“

Im Rahmen von Gruppendiskussionen (Fokusgruppen) sollen Erfahrungen, Bedürfnisse und Unterstützungsbedarfe im Zusammenhang mit genutzten Instrumenten und Verfahren zur Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung erörtert werden. Regionalkonferenzen werden die Erkenntnisse weiter diskutieren. Damit soll auf Landesebene die Entwicklung eines Multiplikatorenkonzepts zur praxisnahen Qualitätssicherung in Settings vorbereitet werden, verknüpft mit den Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit. Auf Bundesebene soll zudem der Aufbau einer Transfer- und Koordinierungsstelle für Qualitätssicherung erfolgen.

Kooperation zwischen KoKis und Kitas – Den Übergang gestalten

Die beteiligten Bundesländer befassen sich im Rahmen des Projekts mit ausgewählten Settings. In Bayern geht es um die Kooperation zwischen Koordinierenden Kinderschutzstellen (KoKis) und Kindertagesstätten (Kitas) mit besonderem Blick auf den Übergang in die Lebenswelt Kita. Vor allem Maßnahmen zur qualitätsgeleiteten Verbesserung gesundheitlicher Chancengleichheit werden im kollegialen Austausch und durch den Aufbau von Netzwerken zum Thema.

Regionalkonferenz für Bayern
München, 14. Januar 2015

Setting „Frühe Kindheit“

In den ersten Lebensjahren werden wichtige Weichen für die Entwicklung von Kindern gestellt; das Alter zwischen null und drei Jahren ist prägend für eine Vielzahl seelischer und körperlicher Entwicklungen. Kinder in schwierigen Lebenslagen unterliegen dabei oft besonderen Belastungen. Die Frühen Hilfen und die Koordinierenden Kinderschutzstellen (KoKis) in Bayern unterstützen Familien, auch in dieser Situation ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.

Zu diesem Themenbereich gehört der Übergang aus der Familie in die neue Lebenswelt ‚Kindertagesstätte‘. Hier gilt es, den Austausch und die Zusammenarbeit aller beteiligten Gruppen zu fördern, um Präventionsketten zu festigen und Netzwerke für ein gesundes Aufwachsen aller Kinder zu stärken. Wie dies gelingen kann, war Thema der Regionalkonferenz Bayern. Gemeinsam mit Fachkräften der Frühen Hilfen, der KoKis und der Kindertagesstätten wurden frühkindliche Bedürfnisse und die Gestaltung von Netzwerken für Kinder unter Aspekten der Qualitätsentwicklung und -sicherung in der Gesundheitsförderung diskutiert. Neben Fachvorträgen stand der kollegiale Austausch in Workshops im Mittelpunkt.

Zuhörerschaft bei der Regionalkonferenz

Die Beiträge der Tagung

Kleine Kinder – großer Anspruch!

Gesundheitliche Chancengleichheit in der Kinderkrippe

Dr. Monika Wertfein
Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP), München

Was brauchen Kinder in den ersten drei Lebensjahen für eine gesunde Entwicklung? Welche Tagesbetreuung brauchen Kinder in den ersten drei Lebensjahren? Welche Bedeutung haben Alltagssituationen in der Kinderkrippe(zum Beispiel die Mahlzeiten, Pflegesituationen) für die gesundheitliche Chancengleichheit?

PDF (1 MB)

Ansätze zur Qualitätsentwicklung in den Frühen Hilfen

Monika Bradna
Deutsches Jugendinstitut (DJI), München

Frühe Hilfen sind trotz ihres hohen Bekanntheits- und Verbreitungsgrades ein junges Handlungsfeld. Swohl der Gesetzgeber als auch das Nationale Zentrum Frühe Hilfen unternehmen zahlreiche Anstrengungen zur Unterstützung von Qualitätsentwicklung.

PDF (337 KB)

Qualitätsentwicklung für Kitas und ihre Gesundheitsförderung

Stand, Verfahren, Stolperfallen, Erfolgsfaktoren

Prof. Dr. Thomas Kliche
Hochschule Magdeburg-Stendal

Kitas sollen und wollen dazu beitragen, soziale Benachteiligung abzubauen, Entwicklung und Gesundehit zu fördern - für die Kinder und Familien, aber bitte auch für die Erzieherinnen! Um das zu erreichen, müssen die Strukturen, Prozesse und Vorgehensweisen in den Kitas auf Wirksamkeit ausgerichtet sein.

PDF (1,6 MB)

Kinder stärken durch Inklusion und Partizipation

Workshop

Dr. Monika Wertfein
Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP), München

Was bedeuten Inklusion und Partizipation in der pädagogischen Praxis? Warum stellt Inklusion in der Praxis immer wieder eine persönliche, fachliche und organisatorische Herausforderung dar? Wie kann sozialer Ausgrenzung vorgebeugt werden?

PDF (581 KB)

Kollegialberatung, ein Standbein der Qualitätsentwicklung in Kitas

Methodik, Einsatzfelder, Praxis

Workshop

Prof. Dr. Thomas Kliche
Hochschule Magdeburg-Stendal

Gründung, Moderation und Planung von Qualitätszirkeln (QZ) und ähnlichen Instrumenten zur Kollegialintervision in Kitas: Was ist ein QZ und wo finde ich kostenlose Untzerlagen dazu? Fallklärung, Lösungserarbeitung, Standarderstellung - wozu dient ein QZ? Wie wird ein QZ durchgeführt? Wie beseitigen wir Stolpersteine durch Planung und Moderation?

PDF (34 KB)