Landesprogramm für die gute gesunde Schule Bayern

Übergewicht, Adipositas und weitere nicht übertragbare Erkrankungen – darunter auch psychische – rücken zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit und damit auch die Prävention dieser Erkrankungen sowie die Gesundheitsförderung im Allgemeinen. Im Kindes- und Jugendalter werden dafür wichtige Grundsteine gelegt. Das gesunde Aufwachsen in der Familie, in Kindertageseinrichtungen, in sonstigen Einrichtungen der Kinder­ und Jugendhilfe und in der Schule ist deshalb eines von vier Handlungsfeldern des Bayerischen Präventionsplans. Gesundheitsbildung ist elementarer Bestandteil des Bildungs- und Erziehungsauftrags und die Gesundheitsförderung aller Mitglieder der Schulfamilie ein unverzichtbares Element einer nachhaltigen Schulentwicklung. Über den Unterricht hinaus soll daher die alltägliche Schulpraxis möglichst gesundheitsförderlich gestaltet werden, um entsprechendes Denken und Handeln nach und nach zur Norm werden zu lassen.

Das bayerische Landesprogramm im Überblick

Das Landesprogramm für die gute gesunde Schule schafft einen Rahmen, das schulische Engagement im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung zu verstetigen, auszubauen oder neu zu entwickeln. Es regt zur Steigerung von Gesundheit und Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern, sowie Lehrerinnen und Lehrern an allen bayerischen Schulen an. Die im Rahmen des Landesprogramms umgesetzten Maßnahmen sollen zum Kompetenzerwerb für eine gesunde Lebensweise und zur gesundheitsförderlichen Gestaltung der Lebenswelt Schule beitragen. Dabei ermöglichen die Projekte eine partizipative, bedarfs- und bedürfnisorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema Gesundheit. Am Ende der erfolgreichen Umsetzung erwartet die teilnehmenden Schulen die Auszeichnung zur guten gesunden Schule, die für ein Jahr gilt.

Die Resonanz im Pilotjahr 2019/2020 ist groß – 233 Schulen haben sich angemeldet und auf den Weg zur guten gesunden Schule gemacht.

Organisation

lachende Gesichter von acht Kindern

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Das Landesprogramm wird durch das Staatsministerium für Unterricht und Kultus gemeinsam mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie dem Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG), der AOK Bayern, BARMER und der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) u. a. durchgeführt. Als Ansprechpartner vor Ort stehen in jedem Regierungsbezirk gute-gesunde-Schule-Moderatorinnen und Moderatoren bereit.

Zum Pilotjahr hat das ZPG maßgeblich an der Neukonzeption des Landesprogramms mitgewirkt und die Programmkoordination übernommen. Das ZPG fungiert als Vernetzungs- und Koordinierungsstelle und übernimmt strukturelle und administrative Aufgaben für das Landesprogramm sowie die fachliche Schulung und Begleitung der gute-gesunde-Schule-Moderator(inn)en.

Ablauf

Der Projektzeitraum für das Landesprogramm erstreckt sich jeweils über ein Schuljahr. Teilnehmen können alle bayerischen Schulen. Zum Beginn des Schuljahres finden in jedem Regierungsbezirk Auftaktveranstaltungen mit den angemeldeten Schulen und Partnern statt. Im Verlauf des Schuljahres setzen die Schulen mindestens zwei Projekte aus fünf vorgegebenen Themenbereichen (Ernährung, Bewegung, Wohlbefinden, Suchtprävention, Lehrergesundheit) selbständig um. Dabei widmet sich ein Projekt der Verhaltensprävention und ein zweites nimmt die Verhältnisprävention in den Blick. Am Ende des Schuljahres erfolgt anhand der eingereichten Dokumentation die Bewertung durch eine Fachjury. Im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung erhalten die Schulen die Auszeichnung.

Weitere ausführlichere Informationen finden Sie auf der programmeigenen Webseite unter www.ggs.bayern.de