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Symposium Armut – Bildung – Gesundheit

08.11.2016, 9:00 - 16:00 Uhr

Auswirkungen des sozioökonomischen Status auf die Gesundheit

Das Symposium „Armut – Bildung – Gesundheit“ richtet sich an Fachkräfte, ehrenamtliche Helfer, Lehrer sowie Studierende aus den Bereichen Medizin, Bildung und Sozialarbeit, sich gemeinsam zur aktuellen Situation der Auswirkungen des sozio-ökonomischen Status auf die Gesundheit auszutauschen. Es bietet die Möglichkeit, mit den Akteuren der meist getrennt arbeitenden Bereiche, zu diskutieren und Ideen für Handlungsoptionen zu entwickeln. Namhafte Referenten – Experten in ihren Tätigkeitsbereichen – werden fachlich und wissenschaftlich orientierte Vorträge halten.

Der Themenkomplex lässt sich aus der Sicht der unterschiedlichen professionellen Fachkräfte betrachten, oft sind zudem Ehrenamtliche nah an der Lebenswelt der Menschen, die bei dem Symposium außerdem im Mittelpunkt stehen sollen. Studierende der Fachbereiche Soziale Arbeit und Medizin sowie angehende Lehrkräfte sind ebenfalls eingeladen, die Diskussion zu bereichern.

Das Symposium soll den Interessierten der Fachrichtungen eine Plattform, ein Austauschforum bieten, um Impulse für innovative Ideen zu ermöglichen und Lösungsansätze zu diskutieren, die sich an der Lebenswirklichkeit der Betroffenen orientieren.

Wer arm, wenig gebildet und beruflich schlecht gestellt ist, wird häufiger krank und muss früher sterben – diese These bietet Diskussionspotenzial.

Armut ist nicht nur eine Frage finanzieller Ressourcen (Mindesteinkommen), sondern betrifft neben weiteren Dimensionen der Unterversorgung (Gesundheit, Bildung, Erwerbsstatus etc.) auch die Frage der Verfügbarkeit von Handlungsspielräumen, die die Abhängigkeit von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen betonen.

Ohne eine breitere wissenschaftliche und öffentliche Diskussion über die Ursachen gesundheitlicher Ungleichheit, über die Möglichkeiten der gesundheitsfördernden Veränderung sowohl der Verhältnisse als auch des Verhaltens in den unteren sozialen Schichten, wird der gesamtgesellschaftlichen Herausforderung nur schwer zu begegnen sein.

Es wäre wünschenswert, dass das Symposium neue Impulse für eine verstärkte Diskussion über die Mechanismen und Determinanten der Produktion und Reproduktion gesundheitlicher Ungleichheit bringt. Wenngleich viele Fragen über den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit wissenschaftlich noch nicht geklärt sind, sind die gesundheitspolitischen Entscheidungsträger dennoch aufgefordert, das bereits heute verfügbare Wissen über diesen Zusammenhang zu nutzen und praktisch anzuwenden.

Die Vielschichtigkeit der Ursachen gesundheitlicher Ungleichheit macht jedoch deutlich, dass keine Politik oder kein Politikbereich allein eine nachhaltige Verringerung dieser Ungleichheiten bewirken kann. Vielmehr ist ein holistischer Ansatz notwendig, der zum einen die einzelnen Dimensionen sozialer Ungleichheit (Einkommen, Bildung und Berufsstatus) und zum anderen die einzelnen Faktoren berücksichtigt, über die soziale Ungleichheiten die Gesundheit beeinflussen. Präventive Gesundheitspolitik muss darin bestehen, die sozioökonomische Lage von Angehörigen benachteiligter Schichten und deren Bildungschancen konsequent zu verbessern.

Ganz gleich, um welchen Lebensbereich es sich handelt, das Rezept für eine Verringerung sozialer Ungleichheit ist Bildung: Besser Gebildete haben bessere Chancen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, laufen weniger Gefahr aus dem stabilen Lebensumfeld abzurutschen und verfügen über günstigere Voraussetzungen, bewusster zu leben sowie sich und ihre Kinder gesünder zu ernähren.

Weitere Informationen

Ort

Hochschule für Gestaltung
Großer Hörsaal
Ziegelländeweg 4
89077 Ulm

Kosten

(inklusive Mittagsimbiss, Kaffee, Tee, Tagungsgetränke)

70 Euro Normalpreis
35 Euro Studierende (nur mit Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung

Titelseite Nachbericht (PDF – 170 KB)