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Fetale Alkoholspektrumstörungen

15.06.2016, 10:00 - 17:00 Uhr

Aus der Einladung

Knapp 30 % aller Frauen in Deutschland trinken in der Schwangerschaft in einem moderaten oder riskanten Ausmaß Alkohol. 16 % geben ein Rauschtrinken an, d.h. mindestens 5 alkoholische Getränke zu einer Gelegenheit. Eine für das ungeborene Kind ungefährliche Menge an Alkoholzufuhr im Mutterleib kann nach aktuellem Wissenstand nicht bestimmt werden.

Schädigungen, die durch Alkoholexposition im Mutterleib hervorgerufen werden, werden unter dem Oberbegriff Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD - fetal alcohol spectrum disorders) zusammengefasst. Laut Expertenschätzung wird in Deutschland von einer Häufi gkeit der FASD von mindestens 1% aller Kinder ausgegangen.

Wegen der Toxizität von Alkohol für das kindliche Gehirn beinhaltet das Krankheitsbild FASD – neben einer möglichen Störung des körperlichen Wachstums und potentieller Gesichtsauffälligkeiten – multiple und schwerwiegende Beeinträchtigungen der Betroffenen in der Entwicklung, in speziellen intellektuellen Fähigkeiten und im Verhalten. Die meisten dieser Beeinträchtigungen persistieren lebenslang.

Nur ein kleiner Teil der Betroffenen erhält tatsächlich die Diagnose FASD. Eine korrekte und frühe Diagnose ist jedoch wichtig, um die Kinder in einem protektiven Umfeld adäquat zu fördern und damit deren Langzeit-Funktionsniveau im Alltag, insbesondere hinsichtlich eines selbstständigen Lebens und Arbeitens sowie der Vermeidung von sekundären Erkrankungen, zu verbessern.

Das Wissen um die möglichen, gravierenden Schädigungen des Ungeborenen durch Alkoholexposition im Mutterleib ist sowohl in der allgemeinen Bevölkerung als auch in der Fachwelt nicht ausreichend verbreitet und verinnerlicht. Die Vernetzung der relevanten professionellen Helfer im bayerischen Gesundheits- und Sozialsystem in Form des Netzwerkes FASD Bayern soll ein erweitertes Wissen der Fachwelt über FASD bewirken und damit die Basis für eine intensivierte Aufklärung der bayerischen Bevölkerung bilden. Damit soll ein erster Schritt zu einer Verbesserung der Versorgung betroffener Menschen in Bayern getan werden.

Veranstaltungsort

Dr. von Haunersches Kinderspital
– Hörsaal –
Lindwurmstraße 4
80337 München

Teilnahmebedingungen

Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch nur mit vorheriger Anmeldung möglich.

Anmeldeschluss ist der 31. März 2016.

Anmeldung

Birte Rahmsdorf
iSPZ Hauner
Dr. von Haunersches Kinderspital
Lindwurmstr. 4
80337 München
birte.rahmsdorf@med.uni-muenchen.de
Fax: 089 552734-222

Veranstalter

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
SBB gGmbH des Landesverbandes Bayern für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e. V.
Dr. von Haunersches Kinderspital, LMU München

Programm

mit Anmeldeformular (PDF - 991 KB)

Titelseite Veranstaltungsflyer