Startseite > Veranstaltungen im Netzwerk > Familie und Sucht – Schicksal Familie oder Familien-Schicksal?

Familie und Sucht – Schicksal Familie oder Familien-Schicksal?

02. April 2014

13. Suchtforum in Bayern, eine gemeinsame Veranstaltung von Bayerischer Landesärztekammer, Bayerischer Landesapothekerkammer, Psychotherapeutenkammer Bayern und Bayerischer Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen

Das 13. Suchtforum in Bayern findet statt am Mittwoch, den 2. April 2014, von 13.30 bis 17.45 Uhr in der Katholischen Akademie in Bayern, Kardinal Wendel Haus, Großer Saal, Mandlstraße 23, 80802 München. Die Veranstaltung ist kostenfrei!

Eingeladen sind Ärzte, Apotheker, Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeuten, Psychologische Psychotherapeuten, Assistenten, Pharmaziepraktikanten, pharmazeutisches Personal, Mitarbeiter von Suchthilfeeinrichtungen, Erziehungsberatungsstellen, Lehrer sowie mit dem Thema „Familie und Sucht“ befasste Berufsgruppen.

Die Veranstaltung wird von den Heilberufekammern mit 5 Punkten auf das Fortbildungszertifikat anerkannt.

Aus dem Programm

Sehr geehrte Damen und Herren,

Suchtkrankheiten sind Familienkrankheiten, da die Familie an der Entwicklung von Suchterkrankungen mehr oder weniger ursächlich mitbeteiligt oder zumindest vom süchtigen Verhalten des Suchtkranken betroffen und verstört ist.
Es ist bereits lange bekannt und durch Zwillings- und Adoptionsstudien für Alkoholismus belegt, dass genetische Risiken für Sucht existieren. Wir wissen heute, dass vor allem eine hohe Stressempfindlichkeit die unmittelbare biologische Grundlage für süchtiges Verhalten ist. Aber auch Störungen in der frühkindlichen Mutter-Kind-Interaktion, wie beispielsweise eine unsichere Bindung an die Mutter, führen zu einem erhöhten Suchtrisiko. Bei vielen Suchtkranken, insbesondere bei Frauen, finden sich körperlicher und sexueller Missbrauch in der Vorgeschichte. Bei diesen Traumatisierungen dient der Suchtmittelkonsum oft als Versuch der Selbstbehandlung ... Es ist daher für alle Akteure im Gesundheitswesen wichtig, den Systemcharakter der Einbettung süchtiger Störungen in die Familie zu erkennen und dementsprechend ihre Beratungen und Interventionen auszurichten. Wir laden Sie herzlich zum 13. Suchtforum in München ein. Aufgrund des traditionell hohen Interesses an dieser Veranstaltungsreihe bieten wir am Freitag, dem 5. Dezember 2014, eine Wiederholungsveranstaltung in Nürnberg an.

Programm

13:30 Uhr Begrüßung
Ulrich Koczian, Vizepräsident der BLAK, München

Grußwort
Melanie Huml, Staatsministerin, Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, München

13:45 Uhr Einführung und Moderation
Prof. Dr. Dr. Dr. Felix Tretter, Vorstand BAS e.V., München

14:00 Uhr Arzneimittel und Suchtmittel in der Schwangerschaft – eine kritische Bewertung
Prof. Dr. Kristina Leuner, Erlangen

14:45 Uhr  Kinder in suchtbelasteten Familien – Traumata, Risiken, Resilienzen
Prof. Dr. rer. nat. Michael Klein, Köln

15:30 Uhr Kaffeepause

16:00 Uhr Suchtstörungen bei Kindern und Jugendlichen – Erscheinungsformen, Auswirkungen, Interventionen
Prof. Dr. med. Rainer Thomasius, Hamburg

16:45 Uhr Multidimensionale Familientherapie – Von der Forschung zum Praxistransfer der multidimensionalen Familientherapie (MDFT) in Einrichtungen der Jugend- und Suchthilfe in Deutschland
Dipl.-Psych. Andreas Gantner, Berlin

17:30 Uhr Schlusswort
Dr. med. Heidemarie Lux, Vizepräsidentin und Suchtbeauftragte des Vorstandes der BLÄK, München

Weitere Informationen und Anmeldung unter 13. Suchtforum in Bayern