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Psychische Gesundheit

Gesunde Kinder aus brüchigen Bindungen?
Unterstützende Netzwerke oder störungsspezifische Fallstricke bei Borderline-Struktur

In Anlehnung an das Jahresschwerpunktthema „Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP) wurde durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Netzwerkpartner der o. g. Fachtag initiiert. In Rahmen der seit 2008 bestehenden „Fachgespräche Gesundheitliche Chancengleichheit“ der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit mit Sozialwissenschaftlern, pädagogischen Fachkräften und Vertretern der Träger der Freien Wohlfahrtsverbänden konnte dieses Netzwerk auf- und ausgebaut werden. Die Organisation hat das Bayerische Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) in Kooperation mit der Regierung von Schwaben, dem Gesundheitsamt der Stadt Augsburg, dem Amt für Kinder, Jugend und Familie – Fachbereich Frühe Hilfen und KoKi der Stadt Augsburg sowie dem Josefinum Augsburg übernommen.

Menschen mit einer Borderline-Struktur leiden an rasch wechselnden Gefühlen, die subjektiv oft als sehr intensiv oder sogar überflutend erlebt werden. Beim Erlernen des Umgangs mit Gefühlen kommt es bei den Betroffenen zu erheblichen Störungen. Daher leiden gerade auch Kinder unter den heftigen Gefühlswechseln des betroffenen Elternteils und befinden sich in einer sehr belasteten familiären, emotionalen und sozialen Situation. Zudem sind diese Kinder einem erhöhten Risiko ausgesetzt, selbst psychisch zu erkranken.

Die Fachtagung, die sich u. a. an Ärzte, Psychologen und Therapeuten, KoKis, pädagogische Fachkräfte, Hebammen und Sozialdienst richtete, ist daher folgender Frage nachgegangen: „Können Kinder, die Mütter/Väter mit Borderline-Struktur haben, gesund aufwachsen? Was gibt es für Unterstützungssysteme?“ Nachdem in zwei sehr informativen Vorträgen die Erkrankungen sowie deren Auswirkungen auf die frühkindliche Entwicklung erläutert wurden, fand eine anschauliche Expertenrunde statt. Diese beschäftigte sich aus Sicht verschiedener an der Behandlung beteiligter Fachkräfte mit einem fiktiven Fallbeispiel (Fallvignette). Mit den Fachtagungen am 9. November 2016 und 10. Mai 2017 im Josefinum Augsburg ist einem wichtigen und oftmals vernachlässigten Thema umfangreich Rechnung getragen worden.

Ergebnisse der Fachtagung vom 10. Mai 2017

Ergebnisse der Fachtagung vom 9. November 2016