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Armut macht krank, Krankheit macht arm?!

Armut bringt Menschen an den Rand der Gesellschaft. Armut und soziale Ausgrenzung sind aber auch ein wesentlicher Faktor für die Entstehung psychischer Erkrankungen und gesundheitlicher Einschränkungen. Die Kampagne „Armut macht krank“ des Caritasverbandes will darüber aufklären, Verständnis wecken für Betroffene, die Solidarität stärken und strukturelle Verbesserungen vorantreiben. Der Regionale Knoten Bayern hat dies in einer gemeinsamen Fachtagung aufgegriffen.

Armut macht krank, Krankheit macht arm?!

Gemeinsame Fachtagung des Regionalen Knotens
und des Landes-Caritasverbandes Bayern

Fragen nach sozialer Ungleichheit und Gesundheit in Bayern, das Caritas-Jahresthema 2012 "Armut macht krank" und Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken, standen im Mittelpunkt der Tagung am 3. Dezember 2012 in München.

Der Große Hörsaal des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit war voll besetzt, teilgenommen und mit diskutiert haben Verantwortliche an den Schnittstellen Soziales und Gesundheit der Caritas und anderer Wohlfahrtsverbände, der bayerischen Gesundheitsämter und andere Interessierte. Auch viele Studentinnen und Studenten der Sozialen Arbeit der Fachhochschule München waren dabei. Durch die Tagung führte Martin Heyn, Bayerisches Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung. Themen waren:

  • Armut macht krank – Krankheit macht arm?! (Prof. Dr. Johannes Gostomzyk, LZG)
  • Soziale Ungleichheit und Gesundheit. Ergebnisse aus der bayerischen Gesundheitsberichterstattung (Dr. Joseph Kuhn, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit)
  • Armut und Gesundheit in München (Dr. Andreas Mielck, Institut für Gesundheitsökonomie und Management im Gesundheitswesen, Helmholtz Zentrum München)
  • Armut macht krank. Zur Caritas-Jahreskampagne 2012 (Prälat Bernhard Piendl, Bayerischer Landes-Caritasverband e.V.)
  • Beitrag des Regionalen Knotens Bayern zur gesundheitlichen Chancengleichheit (Iris Grimm, Regionaler Knoten Bayern – Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit)

Wettbewerb zum Caritas-Jahresthema 2012

Im Rahmen der Tagung wurden auch die Preisträger des Wettbewerbs zum Caritas-Jahresthema 2012 ausgezeichnet. Prälat Bernhard Piendl und der Vorstandsvorsitzende der LIGA-Bank, Jörg-Peter Nitschmann, überreichten die Preise an folgnde Projekte:

Bildungspartnerschaft Rhön-Grabfeld

Caritasverband Rhön-Grabfeld

Kinder und Jugendliche aus Haushalten mit wenig finanziellen Mittel haben nicht die gleichen Bildungschancen wie besser situierte. Die unbürokratisch ermöglichte Teilnahme an Bildungschancen durch die Bildungspartnerschaft ist ein grundlegender Eckstein zur Verhinderung von Armut und ihren Folgen. Frühzeitige Intervention, klare Zielsetzung und strukturierte Durchführung des Projekts gewährleisten Erfolge, die wegweisend sind.

Caritas Straßenambulanz Franz von Assisi

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Caritasverband Nürnberg

Die Straßenambulanz Franz von Assisi ist eine Einrichtung zur aufsuchenden ambulanten Pflege von wohnungslosen Frauen und Männern. Die Angebote: Medizinische und hygienische Basisversorgung, Sprechstunden, Substitutionsbehandlung von Opiatabhängigen, Streetwork: aufsuchende Hilfe, Besuch in stationären Einrichtungen, Tagestreff: essen, trinken, Wäsche waschen, duschen.

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Pfandflaschen sammeln

Ein Projekt im Qualifizierungs- und Beschäftigungsbetrieb Rentabel

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Caritas-Zentrum Freising

Psychisch kranke und langzeitarbeitslose Menschen sammeln Pfandflaschen am Flughafen München. Das ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz und zugleich für die Betroffenen eine sinnvolle Beschäftigung, die ihnen eine Struktur des Tages gibt, Anerkennung bringt und so ihr Selbstwertgefühl stärken kann.

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