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Partnerprozess "Gesund aufwachsen für alle"

Wie können Kommunen das gesunde Aufwachsen fördern und insbesondere die Gesundheitschancen jener Mädchen und Jungen verbessern, die aufgrund belasteter Lebenslagen höheren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind? Der bundesweite Partnerprozess "Gesund aufwachsen für alle" ruft zu lokalen Präventionsbündnissen auf. In Bayern unterstützt die Koordinierungsstelle gesundheitliche Chancengleichheit am ZPG Städte und Gemeinden, die sich beteiligen wollen.

15 bis 20% der Kinder in Deutschland wachsen unter schwierigen sozialen Bedingungen auf, die ihre Gesundheit beeinträchtigen können. Ihre Belastungen ergeben sich aus Arbeitslosigkeit und prekären Arbeitsverhältnissen, aus der Situation Alleinerziehender, aus Migration, Bildungsferne, süchtigem Verhalten und anderem der Eltern.

Angebote für Unterstützung und Hilfe gibt es bereits in vielen Kommunen, doch nicht selten laufen Initiativen ohne Abstimmung nebeneinander. Der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ins Leben gerufene Partnerprozess „Gesund aufwachsen für alle“ ruft dazu auf, Angebote und Aktivitäten in lokalen Präventionsbündnissen aufeinander abzustimmen.

Start für den Partnerprozess in Bayern

Ziel aller unserer Projekte ist es, soziale Benachteiligungen auszugleichen und gesundheitliche Chancengleichheit in der sich rasch verändernden Stadtfamilie ohne Stigmatisierung zu fördern.

Dr. Ulrich Storr, Gesundheitsamt der Stadt Augsburg

Die Stadt Augsburg war eine der bundesweit ersten 21 Kommunen, die den Partnerprozess umsetzen. Wie es gelingen kann, Gesundheit möglichst allen Kindern und Jugendlichen erreichbar zu machen und welche Ansätze sich dabei als erfolgreich erweisen, wurde bei der Auftaktveranstaltung im Januar 2012 diskutiert. mehr dazu

Inzwischen konnte eine erste Zwischenbilanz gezogen werden - mit erfreulichen Ergebnissen! Die Folgetagung zur kommunalen Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche fand am 14. Oktober 2014 in Augsburg statt. mehr dazu

Weitere Partnerkommunen

Mit Fürth und Würzburg haben 2013 zwei weitere Kommunen dem Partnerprozess angeschlossen. In beiden Regionen gibt es - ebenso wie in Nürnberg und im Landkreis Donau-Ries, die im Jahr 2014 beitraten - bereits umfrangreiche Angebote und Maßnahmen zur kommunalen Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche. Auf welche Erfahrungen und Erfolge man hier bereits zurückblicken kann und wo Handlungsbedarf besteht, wurde unter anderem auf Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung diskutiert:

Mitmachen!

Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit begleitet den Partnerprozess "Gesund aufwachsen für alle" in Bayern. Gerne unterstützen wir Städte und Gemeinden, die sich beteiligen wollen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Bundesweit gibt zudem eine Internetplattform Kommunen die Möglichkeit, über ihre Aktivitäten zu berichten und damit Erfahrungen und Ergebnisse auch für andere nutzbar machen.

Der Kooperationsverbund "Gesundheitliche Chancengleichheit" hat Informationen zum Partnerprozess, Handlungsempfehlungen zu Planung und Umsetzung sowie gute Gründe für eine Teilnahme zusammengestellt:

www.gesundheitliche-chancengleichheit.de

Der kommunale Partnerprozess soll alle beteiligten Akteure zusammenbringen, lokal wichtige Gesundheitsziele definieren und den Prozess der Unterstützung nachhaltig moderierend begleiten.

Ausgehend von den konkreten kommunalen Bedingungen und orientiert an den individuellen Bedarfen des einzelnen Kindes ist die Befähigung (Empowerment) aller Kinder zur Gesundheit, zum Gesundheitsverhalten, zu entwickeln. Das impliziert die Ermöglichung der Teilhabe (Partizipation) an fördernden Angeboten in den jeweiligen Einrichtungen (Kita, Schule, Verein) und in der Gemeinde.

Prof. Dr. Johannes Gostomzyk, LZG